Die Nächste, Bitte!
Anika Donicht steht bereits in den Startlöchern, um das Familienunternehmen eines Tages zu übernehmen. Besonders bemerkenswert: Mit gerade einmal 22 Jahren legte sie ihre Meisterprüfung im Metallbau ab – ein beeindruckender Meilenstein in einer nach wie vor männerdominierten Branche. Mit Leidenschaft, Zielstrebigkeit und strategischem Weitblick bereitet sie sich Schritt für Schritt auf ihre zukünftige Rolle vor.
Im Gespräch mit Jeannette Peters, Vorsitzende des Landesverbandes Ruhrgebiet des Verbandes der Unternehmerinnen in Deutschland (VdU) und Inhaberin von JPeters Consult, gaben Anika und Jörg Donicht wertvolle Einblicke in ihren persönlichen Nachfolgeprozess. Für Anika Donicht war früh klar, dass sie den Beruf ihres Vaters erlernen möchte. Spätestens mit dem Abitur reifte der Entschluss, auch die unternehmerische Verantwortung zu übernehmen. Ohne Druck, dafür mit einem starken Vorbild an ihrer Seite, entwickelte sie ihren eigenen Weg – von der Metallbaumeisterin über die Qualifikation zur Schweißfachfrau bis hin zu betriebswirtschaftlichen Weiterbildungen.
Dabei wurde deutlich: Erfolgreiche Nachfolge braucht zwei Seiten – den Willen zu übernehmen und den Willen zu übergeben. Für Jörg Donicht bedeutet das vor allem, seiner Tochter Freiraum für ihre persönliche und fachliche Entwicklung zu lassen und bewusst auf Druck zu verzichten.
Auf die Frage nach ihrer größten Herausforderung antwortete Anika Donicht: „Ruhe bewahren.“ Denn der Anspruch, alle Bereiche des Unternehmens zu verstehen und zu beherrschen, erfordert Zeit, Geduld und Ausdauer.
Das Netzwerk Frauen-Fairnetzt bedankt sich herzlich bei Anika und Jörg Donicht für ihre Offenheit, den inspirierenden Austausch und die wertvollen Impulse.
Zum Organisationsteam von Frauen-Fairnetzt gehören Nadine Deutschmann und Jessica Tewes von der OWT Oberhausener Wirtschafts- und Tourismusförderung GmbH, Nicole Krogmann vom Verband der Unternehmerinnen in Deutschland (VdU) sowie Katja Hübner von der Agentur für Arbeit. Neu im Team ist Anusch Khansai-Koziorowski, der die Nachfolge von Marion Steinhoff als Beauftragter für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt bei der Agentur für Arbeit angetreten hat.